Pünktlich an Weihnachten hier nun der dritte Blogbeitrag zum Thema Hörnchen.
Mittlerweile haben wir uns auf ihnen wieder eingespielt. Hier gibts zwei Kostproben, verbunden mit den besten und friedlichsten Wünschen für Weihnachten und das neue Jahr!
Tag Archives: Flötenbau
Flöten von der Sigo – Farm Teil 2
Es war eine gelungene Überraschung für mich, dass nun jede der Saltarellos sich eine Sigo angeschafft hat. Sie funktionieren bestens und machen wirklich Spaß! Hier spielen wir auf ihnen sehr spontan das bekannte Telemann-Konzert (für 4 Altflöten).
Dass sie anfangs etwas fest zusammen zu stecken sind gibt sich, wenn man sie mal zwei Tage zusammengebaut liegen lässt.
Und aktuell habe ich das Gefühl, dass sie sich auch richtig einspielen, wie Holzflöten.
Sie sind sanft zu kleineren Händen, die auch mal Tenor spielen möchten.
Bei der schwülen Hitze dieser Tage punktet die Flöte mit ihrem sicheren, rauhen Griffgefühl – sie glitscht auch in feuchten Händen nicht weg 😉
Einer meiner lieben Schüler – etwas gehandicapt mit wenig Armkräften an den Rollstuhl gebunden – spielt normalerweise nur Bass.
Da steht das Gewicht auf dem Stachel am Boden. Da die Sigo am unteren Ende kein Loch hat, kann er sie nun ebenfalls sehr geschickt auf dem Oberschenkel aufstützen – und damit steht ihm endlich die Welt der höheren Flöten offen. Wunderbar!
Mehr Info steht auf meinem ersten Beitrag zur Sigo vor ein paar Wochen.
Mehr Mut zu Altblockflöten in G

G – Alts klingen so schön!
Diese etwas kürzeren Altflöten mit Grundton G, die der Ganassi-Sopran ähnlich sehen, passen besonders gut zur Musik der Renaissance. Ihr Klang ist grundtönig, weich, milchig und mischt sich toll im Ensemble. Netterweise lassen sich G-Altblockflöten überwiegend mit gewohnten barocken Griffen spielen, kleine Anpassungen zu sauberer Intonation merkt man selbst rasch (siehe Tipps unter dem Beispiel).
Natürlich gibts ein kleines Problem:
Die originalen Noten sind klingend notiert – so dass wir selbst transponieren müssen, je nachdem, ob wir eine Blockflöte in C, F, D oder eben G spielen. (Grundton ist der Ton, bei dem alle Löcher bedeckt sind). Das kann man entweder üben 🙂 oder sich für den vielleicht nicht so oft genutzten G-Alt ein Stück umschreiben.
Das ist völlig in Ordnung, auch wenn wir es „Mogelgriffe“ nennen. Denn die meisten anderen Blasinstrumente werden bereits mit mundgerecht transponierend notierten Noten beliefert und sind entsetzt und voll Mitleid, wenn sie hören, dass wir das jeweils selbst erledigen müssen.
So einfach geht’s:
Altflöte denken – 1 Ganzton tiefer notieren (= 2 Halbtöne) – evtl. oktavieren – fertig!
Dabei aufpassen, es entsteht natürlich „automatisch“ eine andere Tonart.
Unten gibt’s ein Beispiel – und dies auch zum Anhören (G-Alt):

Flöten von der Sigo – Farm

Blockflötenfestival Bad Kissingen 2025.
Team Kunath wagt wieder einen innovativen Schritt in die Zukunft. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Blockflötenbauer Geri Bollinger, der die geniale Idee für einen gefalteten Windkanal einbrachte, entstand ein ganz neues Instrument.
Jo Kunath präsentiert sich in Bad Kissingen – den ganzen Tag umgeben von etlichen Staunenden – in Blaumann, Gummistiefeln und Sonnenhut als „Sigofarmer“. Er zaubert Bilder im Kopf. Man sieht es fast vor sich, wie die jungen Sigos unter seiner Bewirtschaftung aus dem Boden (nein, 3D-Drucker) sprießen. Man traut ihnen das Potential zu, die Welt – naja, also Blockflötenwelt – in eine neue Zeit zu führen.
Da es mir grundsätzlich gefällt, wenn sich im Blockflötensektor etwas weiterentwickelt, habe ich mir eine Sigo angeschafft.
Vielleicht gelangt die Sigo bald auch anstatt einer Sopran mal in Anfängerhände?
Ich könnte mir vorstellen, dass damit dem ewigen Gelästere über die „quietschenden“ Blockflöten mal etwas entgegengesetzt würde 🙂
Was sind Sigos?
Sigos (klicken für mehr Info) sind Blockflöten in einer neu entwickelten Bauweise, die nach langen Forschungen und vielen Experimenten nun „druckbar“ sind. Material: Resona – eine umweltverträgliche Kunstoff/Holz- Mischung.
Natürlich brauchte das neue Baby einen Namen, klar! Der Name entstand aus der Idee für „Si“ = ja und „go“ = geht los!
Mal ein paar Töne hören?
Das Besondere?
Als etwas größere Sopran-Flöten in C klingen sie tief wie eine Tenor! Mit praktischem Knick oben – und mit eingebauter Daumenstütze unten. Natürlich mit barocker Griffweise.
Dabei überraschen sie mit schönem, warmen Sound und erstaunlicher Lautstärke!
Wofür?
Tenorflöten klingen warm und weich – sind aber immer eine Herausforderung für die Finger, oft mehr als die Bässe. Mit der Sigo eröffnet sich beispielsweise für viele Spielerinnen in den Ensembles eine verlockende Möglichkeit, auf einem tieferen Instrument mitzumachen. Und die Sigos mischen sich gut!
Viele SchülerInnen würden gern auf der Sopran weitermachen – mögen aber nicht den piepsigen Ton und vielleicht auch nicht mehr das winzige Instrument. Denen kann ich doch jetzt etwas tolles anbieten!
Teuer?
Mit ca. 139€ unglaublich bezahlbar für einen futuristischen praktischen Tenor und eine gute neue Idee!
Deutsche Griffweise & Peter Harlan
„Also gut, in Gottes Namen, wir bauen das jetzt als Deutsche Griffweise, was meine persönliche Dummheit und mein Irrtum war.“
(Peter Harlan selbst zu seiner Bauweise, in den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts)
Diese Bauweise ist das Ergebnis eines Versuchs, im Zuge der Wandervogelbewegung in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts (ausgehend von Berlin-Steglitz) eine ganz vereinfachte Flöte herzustellen.
Sie hat sich langfristig nicht durchgesetzt, existiert in Deutschland aber bis heute vereinzelt noch.
Immerhin betrat „unser“ Instrument dadurch überhaupt wieder die musikalische Bühne!
Die „deutsche Griffweise“ für Blockflöten unterscheidet sich optisch zunächst nur durch ein kleineres 3. Tonloch (von unten) von der barocken. Auf ihr ist es möglich, die ersten Töne der Grundtonleiter durch einfaches Hochheben des jeweils nächsten Fingers zu spielen, während barocke Flöten beim 4. Ton einen Gabelgriff rechts benötigen.

Links deutsche, rechts barocke Bohrung. Die Größe des vom Stift gezeigten Lochs kennzeichnet den Unterschied.
Doppellöcher können in beiden Bauweisen vorkommen!
Harlans sofortiger Versuch, die Verbreitung der von ihm konstruierten „Verrücktheit“ (seine Worte) zu stoppen, scheiterte jedoch: Das Flötlein verkaufte sich über viele Handelsfirmen schnell sehr gut, zuerst wohl durch die Firma Bärenreiter.
Tatsächlich wurde im Blockflötenbau gerade durch die aktuelle Jugendbewegung viel experimentiert.
In Zusammenarbeit mit dem in England bereits profilierten Alte-Musik-Spezialisten und erfolgreichen Blockflötenbauer Arnold Dolmetsch begann Harlan die barocke Griffweise mit den Gabelgriffen zu verstehen. Da Dolmetschs Einfluss hier deutlich wurde, sprachen nun manche Leute sogar von einer „englischen“ Griffweise, wenn sie die barocke meinten, die bis heute weltweit gespielt wird.
Das Original – Interview mit Harlan
Der Blockflötist Nik Tarasov hat den Mitschnitt des langen Harlan/Jöde Interviews für den Windkanal aufgeschrieben, hier der Link. Aufbewahrt ist das Band im Archiv der Jugendmusikbewegung, Burg Ludwigstein.
Peter Harlan: innovativer Instrumentenbau abseits des Blockflötenirrtums
Peter Harlan machte sich insgesamt für die Wiederentdeckung und den Neubau mittelalterlicher Instrumente sehr verdient. Er stand in Kontakt mit namhaften Künstlern und Instrumentenbauern der Zeit und arbeitete daran, u.a. nach den Abbildungen und Beschreibungen des Syntagma musicum (Michael Praetorius, 1615) historische Instrumente v e r e i n f a c h t neu zu bauen. Um originalgetreue Kopien ging es ihm in dieser Zeit nicht, sondern um viele für jedermann erschwingliche, einfach zu spielende Instrumente.
Harlan – ein Tonbeispiel hier.
Seine „Zupfgeigen“ (Gitarrenlauten), Fideln und Gamben waren bezahlbar – und teilweise in Bausätzen selbst nachzubauen. Sie taugten ganz im Sinne des Wandervogels gut für schlichte barocke Tänze, die sich neben den Liedern des Zupfgeigenhansels in geselliger Runde spielen ließen.
Nach dem zweiten Weltkrieg zog er mit seiner Instrumentensammlung und der Werkstatt als Musikausbilder in die Burg Sternberg (Lippe). Später führten seine Söhne diese Arbeit fort.
Die Eagle Ganassi

Adriana Breukink arbeitete stets an der Vision einer Blockflöte, die „frei wie ein Adler!“ spielt. (engl: Eagle). Inspiriert hatte sie der Anblick des starken Weißkopfadlers. Kopien von barocken Original-Instrumenten spielten dabei keine Rolle.
So entstanden neben „Traumflöten“ vor allem ihre „Eagle Classic“ (vgl. mehrere Artikel in diesem Blog) , und die F-Alt „Eagle Ganassi“ aus Buchsbaum. Je nach Atemtyp sind sie wahlweise solar oder lunar gebaut, mehr über Terlusollogie hier
Der starke, warme Ton dieser Flöte begeistert mich. Netterweise überzeugt sie mich aber auch mit weiteren Vorzügen:
- Sie benötigt deutlich weniger Luft als die „Classic“
- sie ist wesentlich leichter, da aus Buchsbaum und mit weniger Klappen
- sie ist nach kürzerer Eingewöhnung auch leichter spielbar.
An die riesigen Löcher muss man sich gewöhnen, die Griffe sind relativ „normal“.
Was fehlt: - Sie verfügt leider über keine Klappe für ein tiefes E.
- Die geheimnisvolle Klappe links oben am Kopf hat sie auch nicht. Somit fallen einige Besonderheiten weg, die die klanglichen Möglichkeiten der Eagle Classic erweitern und auszeichnen. Die aber auch viel Übearbeit erfordern.
Diese Flöte kann man für fast alles benutzen.
Sie ist durch ihren vollen, lauten Ton natürlich auch gut für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten geeignet. Sicher klingt sie auch im Freien klasse.
Übrigens: Nach dem Adler, der auf meinem Foto so stolz auf seinem Horst sitzt, habe ich sie Hortense getauft 🙂
„Unerhört!“ – Blockflötenfesttage Bad Kissingen 2023

„Ich lerne Blockflöte!
Das ist auch der Einstieg in eine sehr farbige, spannende, experimentelle Klangwelt. Sie entwickelt sich rasant weiter.
Kein anderes Instrument verfügt über eine derartige Diversität.
Soweit mein Fazit aus den diesjährigen Blockflötenfesttagen in Bad Kissingen.
Intendant Maurice Steger eröffnete es mit seinem Konzert „Unerhört!“ und setzte damit quasi das Motto: „(Alte?) Musik in neuem Gewand“. Über die vielen hochkarätigen Konzerte und die bestbestückte Instrumentenausstellung möchte ich hier allerdings gar nicht berichten. Mein Thema:
Konferenz über neue Flöten
Maurice Steger, Dan Laurin, Susanne Fröhlich, Lucie Horsch und Pears Adams, sowie zwei hochvirtuose Blockflötenstudent*innen (Tabea Wink, Matija Chlupacek) präsentierten, welche klanglichen und stilistischen Möglichkeiten die neuen Bauweisen bieten.
Die vorgestellten Instrumente wurden entwickelt in den Werkstätten von Adriana Breukink, Maarten Helder, Ralf Ehlert, Herbert Paetzold – teils in Zusammenarbeit mit Fa. Mollenhauer und Fa. Moeck.
Wir hörten begeistert Pears Adams mit einer Bach-Partita auf der warm und voll tönenden Eagle (Breukink) im Vergleich zur modernen Alt (Mollenhauer / Tarasov / Paetzold) und zur Barock-Alt (die klang auch sehr, sehr schön, nur deutlich leiser).
Wir staunten über die breite Palette avantgardistischer Klangfarben von Susanne Fröhlichs Helder-Tenor (ich glaube, diese Flöte braucht ein Extrastudium…?) und konnten wertungsfrei die verschiedenen Klangergebnisse eines modernen Stücks auf einer barocken Bassflöte (Yamaha) und der Paetzold-Bassflöte vergleichen.
Es wurde gleichberechtigt mit einem Sinfonieorchester gespielt (Aufnahme mit Dan Laurin mit Eagle) und auch live mit neuen Klängen, schnellen Fingern und Effektgeräten gearbeitet (Tabea Wink mit modernen Blockflöten von Ralf Ehlert / im Hause Moeck) – in einer Virtuosität und Dichte, die kaum noch nachvollziehbar ist.
Matija Chlupacek führte vor, wie er einen Song mit Blockflöte, Mikro, Looper, Flügel und Gesang für seine Popband konzipiert und performt.-
Neue Ziele im Blockflötenbau
Vorbei die Zeit, als „das oberste Ziel des Blockflötenbaus nur darin bestand, dass alle Altflöten endlich das hohe F gut spielen können“ (sinngemäß Dan Laurin). Alte Musik kann nun gut mit klassischem Flügel kombiniert werden, die Instrumente können beliebig mikrofoniert werden – und die Bandbreite der Literatur vergrößert sich.
Wer auch mal Rockiges mag, kann natürlich auch mit einer Band spielen, wie Ralf Bienioschek es mit etlichen Eagles schon länger praktiziert (Klangprobe von Bad Guy) und im Late Night Konzert performte.

„Muss das sein?„
Als es aus dem Auditorium Zweifel gab, ob das alles so sein müsse, fand der jüngste Teilnehmer der Runde (Matija Chlupacek) sehr weise Worte:
„In vielleicht 30 Jahren werden wir sehen, wo das alles hinführte. Und es wird gut sein, wenn wir sehen, dass wir heute alles getan haben, was dazu getan werden musste!“
Wie gut, dass einige immer ihrer Zeit voraus sind!
Ensemble Saltarello 2020
Winter 2020: Die aktuelle Krise fordert mit großem Nachdruck, dass wir neue Formate für unsere weitere Probenarbeit finden. Dieses kleine Video ist schon mal ein Anfang – erstes Probieren neuer Technik….
Die Fotos waren zum Glück bereits vorhanden. Mit den Zettelchen zu Anfang haben wir das Frühjahrskonzert geplant – und dann leider absagen müssen. Der unterlegte Probenmitschnitt der Saltarellos stammt aus dem Februar 2020 (Erik Satie, Chanson, für 5 Blockflöten). In Zukunft werden wir noch mehr ausprobieren!
Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.
Und gerade erst bekamen die Paetzoldbässe ihren coolen neuen Style
Im Januar 2020 bekamen meine Paetzoldbässe ihr neues Gewand: In den Style „Golden Nuggets“ – schwarz mit leicht verschlissen wirkendem Blattgoldauftrag – hatte ich mich spontan verliebt. Zum Glück gefallen sie den Saltarellos auch.
Wie schön, dass die Fa. Kunath dies in minutiöser Kleinarbeit zeitnah schaffte!
Ich spiele jetzt Blockflöte! Zum Einstieg (2)
Post für alle Flöteneinsteiger
Du beginnst deinen Weg in die Musik also auf dieser kleinen Flöte. Herzlich willkommen! Auf Blockflöten klingt die kunstvolle Musik früherer Jahrhunderte besonders toll – oder auch die ganz neue, die täglich für uns geschrieben wird und oft sehr spannend oder ein bißchen verrückt klingt. Bald kannst du schon selbst Lieder über Tiere, den Sonnenschein oder den Mond spielen. Wenn du etwas älter bist und es dann richtig gut kannst, könntest du auch in einem Quartett (zu viert also) oder in einem Blockflötenorchester mitspielen.
Damit du gleich einmal etwas anschauen und hören kannst, habe ich hier ein paar Links zu youtube videos mit berühmten Blockflötenspieler/innen ausgesucht, (draufklicken!): Dorothee Oberlinger mit Orchester, Flanders Recorder Quartett, Quartett New Generation, „Wildes Holz“ und Quinta Essentia.
In Ensembles spielen wir Blockflöten in allen Größen, manche sind so groß wie ein Erwachsener und klingen ganz tief, wie ein Kontrabass. In diesem Blog kannst du dir Fotos davon ansehen, wenn du oben in der Leiste auf das Kapitel vom Erlanger Blockflötenorchester klickst.
Wieso eigentlich B L O C K Flöte?
Blockflöte nennt man sie, weil ihr Kopf immer aus zwei verschiedenen Hölzern gebaut ist: Der Korpus ist vielleicht aus gut klingendem Ahorn, aus Birnbaum oder Buchsbaum, manchmal auch aus Ebenholz – und innen steckt ein Block aus Zedernholz. Dieses Holz quillt nicht so auf, wenn man es beim Spielen stundenlang mit Feuchtigkeit überzieht. Sonst würde bald gar keine Luft mehr durch den kleinen Ritz, den Windkanal, durchgehen.
Und Plastikflöten? Bei Flöten, die komplett aus Plastik sind, ist so ein Block natürlich nicht nötig. Da Plastik aber nun gar keine Feuchtigkeit aufnimmt, läuft die dann auch gern mal zu den Löchern heraus. Einige Plastikflöten haben eine rauhe holzähnliche Oberfläche, damit sie dann nicht so glitschig werden. (z.B. einige Modelle von Yamaha)
Übrigens: Flötenspieler spucken nicht in die Flöte!
Spucke ist wichtig für uns – aber stört beim Flötespielen. Sicher lernst du schnell, dass die Zähne da eine wichtige Grenze sind: die Flöte hältst du zwischen den Lippen, also v o r den Zähnen. Die Zunge bleibt im Mund, also h i n t e r den Zähnen, und berührt die Flöte niemals. Dann gibt es keine „Spuckebrücke“.
Warum die Flöte dann trotzdem etwas nass wird und manchmal sogar verstopft? Hast du schon einmal an einen Spiegel gehaucht? Er wird nass – obwohl du nicht gespuckt hast!
Der Strohhalmtrick: Am schnellsten bekommst du die etwas feucht gewordene Flöte wieder frei, wenn du einmal „rückwärts bläst“, also wie durch einen Strohhalm die Luft kurz und schnell aus der Flöte saugst.
Wichtig: Nie das Fensterchen einer Holzflöte mit dem Zeigefinger zudrücken. An dieser Stelle ist die Flöte super empfindlich!
Auch hier im Blog kannst du dich gern noch etwas umschauen, es gibt viel zu entdecken und anzuhören. Ich freue mich auch über deine Kommentare und beantworte gern Fragen. Viel Erfolg als Flötenspielerin oder als Flötenspieler! Anne Pape
Stockstadt im Mai 2015
Eva und Wilhelm Becker, beide mittlerweile über 85, erhielten am Vormittag des Eröffnungstages das Bundesverdienstkreuz am Bande für die Jahrzehnte lange erfolgreiche Organisation eines internationalen Musikfestivals. GLÜCKWUNSCH!!!!!
Nachtrag: Frau Becker verstarb leider im Jahre 2020. Mittlerweile liegt das Festival in den Händen der Familie Kunath, Fulda.
Die Halle ist mit über 60 Aussteller/innen gut gefüllt, alles pfeift und trillert – eben Stockstadt. Hier ein kleines Atmosphäre-Video und ein paar Notizen, alphabetisch gelistet. Viel Spaß!
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=j9qgAt9wrxg
Über die hochkarätigen Konzerte des Festivals kann ich leider nicht berichten – für die werde ich mir nächstes Jahr wieder mehr Zeit nehmen.


Fa. Moeck: am Stand auch der junge Geschäftsführer Jan N. Haase. Die Firma stellt einen neu entwickelten Knick-Subbass vor (s.Video). Neben den bewährten Rottenburgh- und Steenbergenflöten ziehen die interessanten Notenausgaben uns an. Bemerkenswert: Die Reihe Das Blockflötenorchester. Hier dürfen die erworbenen Stimmen auf Orchesterstärke kopiert werden. SUPER!!!!!!
Fa. Mollenhauer: Hier fallen neben bekannten Denner-Serien und den volltönenden modernen („harmonischen“) Blockflöten auch wieder die poppig bunt gestylten E-Blockflöten Elody auf.
Das Musiklädle Schunder, kultiger Notenversand der Familie Schunder, bildet eine große Insel aus ungezählten Notenschubladen, an denen ich wieder Stunden verbringe: Schüler brauchen neues Futter.
- Musiklädle: Frau Schunder
- … und Herr Schunder
Tim Cranmore (s. Video), aus England, nahm sich Zeit für kleine Nacharbeiten an meiner Tenorflöte – eines der drei Instrumente aus seiner Werkstatt, die ich spiele. Der außerdem auch komödiantisch begabte Künstler baut gelegentlich aus Karotten recht gut klingende Flöten, hier der Link: Karottenschnitzen. Mit ihnen amüsiert er auch in Shows sein Publikum, Link: Karotten-in-concert
Tre Fontane (das sind die Blockflötistin, Komponistin & Herausgeberin Heida Vissing und Verleger Ronald Brox) gestaltet liebevolle gestaltete Noten-Neuausgaben – auch hier werde ich fündig: Noten für Eaglerecorder.
- Tre Fontane: Ronald Brox___Foto Anne Pape
- Heida Vissing, Ronald Brox
Ein voller Tag – viel Spaß, wenig Zeit – und bald ist ja wieder Stockstadt.








